Ein Buch gegen Schiffbruch in Apotheken

29.06.2017 13:31

Apotheken gehören wohl zu den am lückenhaftesten abgesicherten Betrieben in Deutschland. Das hat zwei Gründe, weiß der Spezialmakler und Buchautor Michael Jeinsen: „Zum einen ist die Zahl der Apotheken überschaubar und noch dazu rückläufig. Zuletzt waren es bundesweit noch 20.249.“ Für die meisten Versicherer ist das eine zu kleine Gruppe, um ein spezielles Absicherungskonzept zu entwickeln. Zum anderen, fährt Jeinsen fort, scheiterten viele Versicherungsvertreter schon bei der Ansprache, weil sie viel zu wenig über Apotheken wissen.

„Wer sich nicht mit den speziellen Risiken der Heilwesenberufe auskennt, erleidet fast zwangsläufig Schiffbruch“, ist Jeinsen überzeugt. Und er muss es wissen, denn der Berliner Spezialmakler konzentriert sich auf die Beratung der eher kleinen Zielgruppe „Apotheker“. Das tut er mit großem Erfolg, gilt er doch als der Makler in Deutschland, der als Einzelunternehmer die meisten Apotheken als Kunden gewinnen konnte. Wie man zu so einem Absicherungsspezialisten wird, hat Jeinsen in seinem Buch „Zielgruppenanalyse: Apotheker“, das exklusiv beim VersicherungsJournal erhältlich ist, dargelegt. Eine zweite und erweiterte Auflage ist kürzlich erschienen.

Praxisnahe Tipps für Makler, um den Apothekenalltag zu verstehen

„Es ist absurd: Die meisten Apotheken sind völlig falsch versichert. Doch Vermittler, die das ändern könnten, scheitern zu oft am Apothekenalltag“, meint Jeinsen. Dabei wäre eine bedarfsgerechte Absicherung dringend notwendig, denn oft sind Apotheken nur mit allgemeinen Gewerbe- oder Ärzteversicherungen geschützt. So haben viele Apotheke zwar Versicherungsschutz zum Beispiel für Narkosen oder Blutabnahmen, nicht jedoch für Unterhaltsforderungen nach einer falsch abgegebenen Anti-Baby-Pille oder für die Medikamente im Kühlschrank. Standardpolicen seien eben nicht auf die Risikolagen einzelner Berufe abgestellt und für Apotheken müssten sie obendrein noch mit dem Apothekenrecht abgestimmt sein. Die Folge der Fehlabsicherung: Risiken werden nicht oder falsch abgedeckt. „Da zudem meist eine unübersichtliche Sammlung verschiedenster Policen vorhanden ist, sind auch oft Risiken doppelt abgesichert“, weiß Jeinsen.

Mit seinem Buch will der Autor interessierten Maklern den Weg zur erfolgreichen Apothekenansprache weisen, indem er die Eigenheiten und den besonderen Absicherungsbedarf dieser Zielgruppe praxisnah beschreibt. Zudem werden rechtliche und regulatorische Bedingungen des Apothekenbetriebs vorgestellt. Nicht zuletzt gibt der Autor Praxistipps, wie Makler sich zu unentbehrlichen Helfern mausern. „Wenn man weiß, wie Apotheken beraten werden müssen, dann kann man leicht eine attraktive und treue Kundengruppe gewinnen“, ist Jeinsen sicher. Profitieren sollen von dem Buch aber nicht nur Makler, sondern auch Apotheker. Schließlich geht es um deren bedarfsgerechte Absicherung.

Weitere Informationen zum Buch „Zielgruppenanalyse: Apotheker“ gibt es auf der Webseite www.versicherungsjournal.de unter der Rubrik „Bücher“ oder direkt unter https://tinyurl.com/ybqspcpw

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Ein Leitfaden, der zeigt, auf was es bei Versicherungen für Apotheken ankommt. Das Buch richtet sich zwar an Vermittler, "aber es ist auch für Apotheker eine leicht lesbare Lektüre", findet Karin Wahl, ehemalige Kammerpräsidentin und ABDA-Vorständin.

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