Falsche Sanierung kann Existenz bedrohen

12.12.2017 16:53

(Apotheke adhoc) Es ist eine Horrorvorstellung: Gut gelaunt, ein Liedchen auf den Lippen, schließt ein Apotheker morgens die Offizin auf. Über Nacht gab es einen Rohrbruch, alles steht unter Wasser. Was in einem normalen Haushalt schon ein Schock ist, ist in einer Apotheke eine besondere Herausforderung. Hier gelten für die Wiedereröffnung besonders strenge Hygieneanforderungen. Diese müssen bei der Sanierung strikt eingehalten werden.

Schrecksekunde vor zwei Wochen in Berlin: Eine Apothekerin stellt fest, dass ein 32 Jahre altes Regeneinfallrohr kaputt gegangen ist. Zwei kleine Räume hinter der Offizin stehen unter Wasser. „Zum Glück waren keine Arzneimittel geschädigt“, sagt die Apothekerin, die anonym bleiben möchte. „In den Schränken befanden sich Hilfsmittel, erfreulicherweise ist nichts nass geworden. Aber die Schränke sind kaputt, sie müssen ausgetauscht werden.“ Zum Glück ist es keine neue Einrichtung, die Schränke sind 32 Jahre alt.

Was macht man im Notfall? Der erste Anruf gilt dem Versicherungsmakler, er ist Experte und kennt sich mit den strengen Hygieneanforderungen, die nun die Sanierungsarbeiten bestimmen, aus. Der Berliner Versicherungsmakler Michael Jeinsen hat sich auf Apotheken spezialisiert und betreut rund 160 Unternehmen. Er sagt: „Wasserschäden stellen für jeden Apotheker ein Existenzrisiko dar. Und das nicht nur durch den Schaden selbst, sondern zusätzlich auch durch die danach stattfindenden Sanierungsarbeiten. Nicht ordnungsgemäß und umfassend bekämpfte Feuchtigkeit in Räumen bietet Schimmelpilzen, Bakterien und Fäulnis Chancen, sich festzusetzen.“
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