Unterhaltsansrüche ellaOne & PiDaNa

13.03.2015 18:35

Unterhaltsansprüche bei ungewollter Schwangerschaft:

Durch den Wegfall der Verschreibungspflicht gehen mögliche Beratungshaftungsrisiken vom Arzt auf den Apotheker über. Aus Versicherungssicht sind vor allem zwei Szenarien von Bedeutung. Erstens: Während Schwangerschaft oder Geburt kann es zu Gesundheitsschäden der Patientin kommen. Das wäre im Rahmen der Personenschäden über jede Betriebshaftpflichtversicherung versichert, gesetzt den Fall, die Versicherungssumme reicht aus. Zweitens: Es können Unterhaltsforderungen wegen einer ungewollten Schwangerschaft an den Apotheker herangetragen werden. Das wären dann Vermögensschäden, die in Standardpolicen durch einen weitverbreiteten Ausschluss im AGB-Passus zu „Vermögensschäden“ oftmals ausdrücklich ausgeschlossen sind.

Mit der Abgabe der Pille danach sind erhebliche Anforderungen an Beratung und Dokumentation verbunden, die Apotheker zwingend einzuhalten haben. Diese sind jedoch noch nicht endgültig definiert: „Faktisch heißt das, dass sich jeder Apotheker zuerst einmal seine eigene Rechtsauffassung machen muss. Zumindest, bis ein Richter etwas anderes sagt“, wie der selbst ernannte „Fachapotheker für Bürokratie“ in einem Apotheke-Adhoc-Blog anmerkt. Deshalb, und weil die Beratungssituation potenzieller, sich in Not befindender Kundinnen sich voraussichtlich kritisch darstellen wird (insbesondere, weil die Beratung meist nachts am Notdienstfenster stattfinden wird), ist es sinnvoll, seinen Apothekern hier mehr Sicherheit zu verordnen.

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