Shuttle-Service für Apotheken-Kunden?

07.08.2013 16:21

DELITZSCH. Not macht erfinderisch. Weil die Phönix-Apotheke im Ärztehaus Ludwig-Jahn-Straße möglicherweise wegen Renovierungsarbeiten zeitweilig schließen muss, denkt Inhaberin Ulrike von Wilmowski über neue Wege der Gesundheitsversorgung nach. „Unsere Kunden werden nicht unter der Sanierung leiden müssen,“ sagt von Wilmowski, „wenn es soweit kommt, werden wir die Versorgung über unsere Wappen-Apotheke sicher stellen.“ Die Apothekerin kann sich vorstellen, ihre Kunden mit einem Shuttlebus zur Wappen-Apotheke im Schäfergraben 5 zu fahren. Als Alternative könnte sie sich auch eine Apotheke im Container vorstellen. Die Ideen stammen von ihrem Versicherungsmakler. Ihm zufolge würde die Versicherung die anfallenden Kosten übernehmen.

Nötig sind solche Gedankenspiele, weil das Gebäude, in dem die Apotheke untergebracht ist, auch einen Monat nach einem verheerenden Starkregen noch durchfeuchtet ist. Wände und Böden werden voraussichtlich im August ausgetauscht. Jede Nacht blasen Industrietrockner Warmluft in den Boden und saugen nasse Ablauft ab. Während der Öffnungszeiten wäre der Lärm unerträglich. Trotz aller Anstrengungen müssten mit größter Wahrscheinlichkeit die durchnässten Leichtbau-Wände komplett ausgetauscht werden, meint von Wilmowski. Eine Kundenbetreuung, wäre wenn überhaupt, nur sehr eingeschränkt möglich. Dann doch lieber ein Shuttle-Bus oder ein Container.

Rückblende: Gleich von zwei Seiten drang in der Nacht auf den 21. Juni Wasser in die Phönix-Apotheke ein: Durch die Haupteingangstür und einen Nebeneingang. „Das war der reinste Horror“, sagt von Wilmowski, die von ihrem Hausbesitzer noch in der Nacht des Unglücks alarmiert wurde. Gemeinsam mit Mitarbeitern und dem Hauseigentümer stemmte sie sich gegen die Fluten, und konnte in letzter Sekunde viele Medikamente retten. Trotzdem ist der Schaden groß, den das Hochwasser angerichtet hat. Auf runde 20.000 Euro beziffert von Wilmowski die Kosten. Dass sie trotz des Wassereinbruchs und der Schäden zunächst nicht schließen musste, ist einigen glücklichen Umständen zu verdanken.

„Sieben Zentimeter hoch stand das Wasser“, berichtet die Apothekerin. Das hört sich nach nicht sonderlich viel an, aber dennoch wurde viel Inventar in Mitleidenschaft gezogen: der Medikamenten-Automat – Herzstück jeder modernen Apotheke – zeigt Ausfallerscheinungen, vier Computer sind defekt, zahlreiche Arzneien sind trotz des nächtlichen Einsatzes unbrauchbar. Dazu kommen Schäden an Möbeln, Bodenbelag und Elektrik. Zum Glück für die Apotheke war die Feuerwehr fast sofort vor Ort, und der Hausbesitzer konnte umgehend ein Reinigungsteam organisieren. Ansonsten wären die Schäden wohl noch viel schlimmer.

Da außerdem am Morgen des 21. Juni, direkt nach dem Wassereinbruch, ein Techniker der Firma Lauer & Fischer eher zufällig in der Apotheke war, konnten die technischen Defekte gleich behoben werden. Um 9 Uhr morgens war die Apotheke geöffnet, fast als ob nichts geschehen wäre. Als weiterer Glücksfall erwies sich eine sogenannte Multi-Risk-Police für Apotheker, die von Wilmowski für ihre Apotheken abgeschlossen hat. Da PharmAssec ein komplettes Schutzpaket für alle denkbaren Gefahren stellt, war die Schadensregulierung kein Problem. Von Wilmowski erhielt sofort einen Scheck – noch vor den ersten Handwerkerrechnungen. Das war der Apothekerin zufolge bitter nötig. „So einfach hätten wir den Schaden nicht schultern können“, sagt sie.

„Manchmal hört man, dass Versicherer viel versprechen, aber im Schadensfall kneifen“, findet Makler Michael Jeinsen. „Doch es gibt auch Anbieter, die wirklich funktionieren, wenn es drauf an kommt. Ein guter Versicherungsschutz kann Existenzen retten“, ist Jeinsen überzeugt. Von Wilmowski kann ihm da nur zustimmen, ihre Kunden wohl auch.

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Weitere Informationen:

Phönix-Apotheke
Ulrike von Wilmowski
Ludwig-Jahn-Strasse 4
04509 Delitzsch

Tel.03 42 02 / 75 90

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