Versicherungs-Stichworte für Apothekeninhaber

13.03.2015 17:39

Versicherungswert: Versicherungsnehmer, die Ihre heute gültigen Versicherungen nach 2001 abgeschlossen haben, können nicht darauf vertrauen, dass ihre Apothekeneinrichtung zum Neuwert versichert ist, selbst wenn die Police zum Neuwert abgeschlossen ist.
Das ist in jedem Einzelfall zu prüfen und bei Bedarf zu vereinbaren. -> Policencheck

Unterversicherung: Die Unterversicherungsklausel beziehungsweise die damit zusammenhängenden Mitwirkungspflichten stellen die meisten  Apotheken vor große Probleme. Schlimmer jedoch wiegt der Aufwand zur Auflistung des Warenlagers, denn dessen Bestand unterliegt im Jahresverlauf erheblichen Schwankungen.
Die Unterversicherungsprüfung ist generell abzuschaffen. -> Policencheck

Betriebsunterbrechung (BU): Stichwort Wiedereröffnungsrevision. Oft müssen Apotheken nach einem Sachschaden länger schließen als andere Unternehmen. Deshalb reichen die versicherten Maximalwerte in Bezug auf den tatsächlichen Schließungszeitraum oft nicht aus. Insbesondere nach Umbauten und größeren technischen Investitionen besteht Prüfungsbedarf.
Unsere Mitglieder prüfen die BU-Werte jährlich vor Ort. -> Policencheck

Gutachterverfahren: Das übliche Versicherungs-Gutachterverfahren steht im Gegensatz zur ApBetr.O und bringt den Inhaber sehr schnell in einen möglicherweise kostspieligen Konflikt. Denn im Zweifel gilt für Apotheker ausschließlich das Votum des zuständige Pharmazierates und nicht das des Gutachter-Obmanns.
Für Apotheken darf nur der PhR verbindlich begutachten, kein Anderer. -> Policencheck

Kühlgut und Kühlkette: Der Inhalt von Medizinkühlschränken ist meist entweder gar nicht oder nur gegen Stromausfall des öffentlichen Netzes versichert. Doch Apotheken tragen ein Kühlgutrisiko, dass deutlich über das Risikopotential handelsüblicher Kühlschrankinhalte hinausgeht.
Es sollte nicht unversichert bleiben. -> Policencheck

Erweitere Außenversicherung: Grundsätzlich sind Waren nur bei vorübergehender Abwesenheit von der Apotheke versichert. Doch die Ware für Heim- und Praxenbelieferung kommt nicht wieder.
Sie sollte trotzdem rechtsverbindlich versichert sein. -> Policencheck

Feuerhaftung: Viele Apotheken liegen in exponierten Lagen wie Centern, Ärztehäusern, Flughäfen oder anderweitig sensibler Umgebung. Geht von der Apotheke ein Brand aus, könnten die Regressrechnungen der betroffenen Unternehmen sehr schnell die versicherte Summe übersteigen.
Die Gefahren der Feuerhaftung sind gesondert zu prüfen.  -> Policencheck

Umweltschaden Zusatzbaustein 1: Gelangen Medikamentenrückstände durch die Beschädigung oder Löscharbeiten in die Umgebung, kommt Ihre Betriebshaftpflicht dafür auf. Allerdings nur für fremdes Gut. Die Dekontamination und Entsorgung auf ihrem eigenen Grund und Boden zahlt Ihnen niemand, sei denn Ihre Umweltschaden-Haftpflicht wurde entsprechend ergänzt.
Jeder Apothekeninhaber, der gleichzeitig auch der Grundstücksinhaber ist, sollte das prüfen lassen.  -> Policencheck

Grob Fahrlässig: Die vielen Gesetze und Vorgaben in Apotheken führen dazu, dass kaum ein Eigenschaden denkbar ist, bei dem der gesetzlichen Rahmen eingehalten wurde. Stichworte Retax, KV-Abrechnung, Abgabe Reimport oder Generikum, Beratungspflichten bei ‚Pille danach‘: immer droht der juristische Vorhalt der groben Fahrlässigkeit. Und dann steht in Frage, ob und wie viel der Versicherer ersetzt.
Inhaber können sich jedoch auch vor den Konsequenzen grob fahrlässiger Schäden schützen.  -> Policencheck

Repräsentantenklausel: Apothekeninhaber müssen sich meist „die Kenntnis und das Verhalten seiner Repräsentanten zurechnen lassen“. Wenn diese Repräsentanten als „alle Mitarbeiter oder alle Approbierten“ definiert sind, steht der Inhaber bei von Mitarbeitern verursachten Eigenschäden latent ohne belastbaren Versicherungsschutz da.
Für Apotheker darf die Repräsentantenklausel auf Ihn persönlich definiert sein.  -> Policencheck

Nachhaftung: Der Nachhaftungsschutz erstreckt sich auf mögliche Spätschäden nach Schließung der Apotheke. Denn Haftpflichtschäden können Monate oder Jahre nach dem auslösenden Ereignis auftreten. Würde ein Apotheker im Ruhestand so ein Risiko selbst tragen müssen, könnte das seine gesamte Ruhestandsplanung ruinieren.
Deshalb ist der Einschluss einer kostenfreien Nachhaftung für Apotheker erste Vermittler-Pflicht.  -> Policencheck

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