Eigene Apo-Bank

Eigene Apo-Bank

Die eigene Apo-Bank in der Apotheke:
Zusätzliche Liquidität und optimale Mitarbeiterbindung durch eine neue Form der Unterstützungskasse  

Manfred Beier - F.E.L.S Institut für moderne Vergütungssysteme und betriebliche Altersversorgung GmbH  (Nürnberg)

 

Die eigene Apo-Bank

Das Thema Finanzierung ist für Mittelständlern derart akut, dass Medien Sonderausgaben hierzu herausbringen. So zum Beispiel das Heft Zeit Spezial im Frühjahr dieses Jahres; ein weiteres ist für Oktober 2015 angekündigt. Der Tenor klingt überall ähnlich: Bankkredite allein reichten nicht mehr aus, um jederzeit Unternehmensliquidität zu sichern. „Dieses Finanzierungsinstrument hat Konkurrenz bekommen.“ (1)

Der Kampf um die Dominanz in einer Region ist nicht zuletzt deswegen neu entflammt. Diesmal wird jedoch nicht um Gebiete gestritten, sondern um Köpfe. In Zeiten des signifikant steigenden Fachkräftemangels kommen der Mitarbeitergewinnung und -bindung zunehmende Bedeutung zu. Längst sind PTA Mangelware und gute PKA werden aktiv abgeworben, wo immer es geht. Die unternehmerische Devise lautet heute: „Wie wird meine Apotheke für die besten Fachkräfte der attraktivste Arbeitgeber in der ganzen Region?“ Dieser Ansatz liefert bekanntermaßen das überzeugendste Argument für jede bAV-Terminierung.

Das Hauptproblem der bAV ist jedoch die Rückdeckung mit Lebensversicherungen, die aktuell Sorge haben, selbst die früher garantierte Verzinsung zu erwirtschaften – von den versprochenen Erträgen spricht längst niemand mehr. Heute liegt der Garantiezins bei 1,25 Prozent. Allerdings nicht auf die eingezahlten Beiträge, sondern nur auf einen Sparanteil in Höhe von 65 bis 70 Prozent Einzahlungen. Wahrlich keine sonderlich attraktive Marke, um darauf die eigene Altersvorsorge aufzubauen. Aus Unternehmersicht noch problematischer ist jedoch die Tatsache, dass das bAV-Kapital, das Mitarbeiter für sich zurücklegen und Arbeitgeber für den Mitarbeiter zuzahlen, für die Apotheke unweigerlich verloren ist. Es liegt bis zur Auszahlung an den ehemaligen Mitarbeiter bei der Versicherung und ist damit aus Unternehmersicht weg. Was jedoch im Unternehmen verbleibt, ist die Haftung. Garantiert wäre es dem Inhaber andersherum viel lieber.

Das geht tatsächlich. Das Zauberwort, auf das Makler, Vermittler und Berater in der bAV gerade umschwenken, heißt PDUK, die auf § 4D EStG und dem Betriebsrentengesetz basierte Pauschaldotierte Unterstützungskasse. Sie ist für größere Apotheken ab zehn Mitarbeitern aufwärts und insbesondere bei Mehrbesitz interessant. Für die vielen immer noch existierenden Apothekerdynastien mit zusammen zehn, 20 oder mehr Apotheken im Familienbesitz sowieso. Die PDUK funktioniert wie eine kleine Apo-Bank im eigenen Unternehmen. Das in die betriebliche Altersversorgung investierte Geld verlässt das Unternehmen nicht, es steht vielmehr für unternehmerische Zwecke wie Investitionen, Expansion oder Tilgung von Verbindlichkeiten in vollem Umfang zur Verfügung. Im Gegenzug ist die Haftungsfrage geklärt, denn die Einlagen sind über den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG), die Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft zum gesetzlichen Schutz der betrieblichen Altersversorgung, bei Insolvenz des Arbeitgebers geschützt.

So kann Wertschöpfung im Unternehmen stattfinden, die dann letzten Endes wieder den Arbeitnehmern zugute kommt, da sie später mehr Rente erhalten, als ihnen die ApothekenRente oder andere konventionelle bAV-Durchführungswege bieten können. Sie können im Normalfall mit einer doppelt so hohen Betriebsrente als andere Durchführungswege üblicherweise zu bieten haben rechnen. Für die Apotheke ergeben sich demgegenüber je Jahr und Mitarbeiter durchschnittlich etwa 1.500 bis 2.500 Euro mehr an Liquidität. Ein echtes Win-Win-System für Apothekeninhaber und Mitarbeiter also.

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Bislang ist die Pauschaldotierte Unterstützungskasse eher eine Domäne der Großunternehmen gewesen. Bei den bekannten Gesellschaften im DAX bis hin zu Krankenhäusern in privater Trägerschaft steuern PDUK einen signifikanten Anteil zur Unternehmensliquidität bei. Eine auf moderne betriebliche Altersvorsorgemodelle spezialisierte Nürnberger Kanzlei hat nun diesen, angesichts der aktuellen Finanzmarktlage und bei Finanzierungsfragen zugeknöpften Banken, attraktiven Durchführungsweg auch für Apothekeninhaber geöffnet. Damit ist ein neuer kraftvoller Netzwerkpartner für Vermittler entstanden. Im F.E.L.S. Institut für moderne Vergütungssysteme, um ein aktuell in den Medien sehr präsentes Beispiel zu nennen, beschäftigten sich Juristen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater mit der Ausgestaltung solcher Mini-Apo-Banken für Apothekeninhaber (3). Und das offensichtlich mit gutem Erfolg, wie ein Apotheker zu berichten weiß:

„Im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge haben sie für die beiden bestehenden Apotheken ein eigenes Versorgungswerk eingerichtet. Dadurch konnte ich einerseits Liquidität gewinnen und bankenunabhängiger agieren, aber auch meine Mitarbeiter motivieren. Zudem habe ich ein echtes Argument bei der Gewinnung von neuem Personal. Völlig losgelöst von Versicherungen kann ich das Versorgungswerk oder auch ‚Profit Center der Zukunft‘ wirklich jedem Unternehmer nur empfehlen.“
Dr. rer.nat Thomas Weeber, Apotheker, Königstein im Taunus  (4)

 

(1) Zeit Spezial: Mittelstandsfinanzierung, angekündigt für 23. April 2015 und 15. Oktober 2015.
(2) F.E.L.S Penstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg www.fels-bav.de
(3) Manfred Baier, Dipl. Kfm., WP, StB., F.E.L.S Institut für moderne Vergütungssystem baV GmbH, Nürnberg www.fe-ls.de
Videos:
https://www.youtube.com/watch?v=htkz6ubqs-Y
https://www.youtube.com/watch?v=9DvBuFLUS_A

(4) Zitiert aus einem Referenzschreiben an Holger Steinhardt, Dipl.- Betriebsw. (BA), Gesellschaft für Honorarberatung, Friedberg  www.hb-hessen.de 

 

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